Die Stromrechnung zeigt nicht nur, wie viel Sie zahlen müssen. Sie verrät auch, ob Ihr Tarif noch zu Ihrem Verbrauch passt. Entscheidend sind vor allem Arbeitspreis, Grundpreis, Jahresverbrauch, Abschlag und Vertragsdaten.
Was steht auf einer Stromrechnung?
Eine Stromrechnung besteht meistens aus mehreren Bereichen: Kundendaten, Lieferstelle, Zählernummer, Abrechnungszeitraum, Verbrauch, Preisbestandteile, bereits gezahlte Abschläge und dem Ergebnis der Jahresabrechnung. Auf den ersten Blick wirkt das viel, aber die wichtigsten Informationen lassen sich schnell finden.
Für einen Tarifvergleich brauchen Sie vor allem Ihre Postleitzahl, den Jahresverbrauch in Kilowattstunden, die Zählernummer und den aktuellen Anbieter. Oft reicht sogar ein Foto der letzten Rechnung, damit wir die Daten sauber prüfen können.
Der monatliche Abschlag allein sagt nicht, ob ein Tarif günstig ist. Entscheidend sind Arbeitspreis, Grundpreis und Ihr tatsächlicher Verbrauch.
Was ist der Arbeitspreis?
Der Arbeitspreis ist der Preis pro verbrauchter Kilowattstunde Strom. Er wird meistens in Cent pro kWh angegeben. Wenn Sie also 3.500 kWh im Jahr verbrauchen, wird dieser Verbrauch mit dem Arbeitspreis multipliziert.
Der Arbeitspreis ist für die meisten Haushalte der wichtigste Preisbestandteil. Je höher Ihr Verbrauch ist, desto stärker wirkt sich ein hoher Arbeitspreis aus. Familien, Haushalte mit Wärmepumpe, Durchlauferhitzer, Homeoffice oder vielen Elektrogeräten sollten deshalb besonders genau darauf achten.
Was ist der Grundpreis?
Der Grundpreis ist ein fester Betrag, der unabhängig vom Verbrauch anfällt. Er wird monatlich oder jährlich berechnet. Auch wenn Sie wenig Strom verbrauchen, zahlen Sie diesen Betrag.
Bei geringem Verbrauch kann ein niedriger Grundpreis wichtiger sein als ein minimal günstigerer Arbeitspreis. Bei hohem Verbrauch ist dagegen meistens der Arbeitspreis entscheidender. Deshalb sollte man nie nur einen einzelnen Preisbestandteil betrachten.
| Begriff | Bedeutung | Worauf achten? |
|---|---|---|
| Arbeitspreis | Preis pro verbrauchter kWh | Besonders wichtig bei hohem Verbrauch |
| Grundpreis | Fester Betrag pro Monat oder Jahr | Wichtig bei niedrigem Verbrauch |
| Abschlag | Monatliche Vorauszahlung | Nicht mit dem echten Tarifpreis verwechseln |
| Jahresverbrauch | Verbrauch in kWh im Abrechnungszeitraum | Basis für jeden Tarifvergleich |
| Zählerstand | Gemessener Verbrauch am Stromzähler | Bei Schätzung immer prüfen |
Was bedeutet Abschlag?
Der Abschlag ist eine monatliche Vorauszahlung. Der Anbieter schätzt anhand Ihres bisherigen Verbrauchs, wie hoch Ihre Jahreskosten voraussichtlich sein werden, und verteilt diese Summe auf monatliche Zahlungen.
Am Ende des Abrechnungszeitraums wird geprüft, ob Sie zu viel oder zu wenig gezahlt haben. Haben Sie mehr verbraucht als erwartet, entsteht eine Nachzahlung. Haben Sie weniger verbraucht, bekommen Sie ein Guthaben oder der neue Abschlag wird gesenkt.
Jahreskosten = Verbrauch in kWh × Arbeitspreis + Grundpreis. Der monatliche Abschlag ist nur eine Verteilung dieser erwarteten Jahreskosten.
Wie finde ich meinen Jahresverbrauch?
Der Jahresverbrauch steht meistens deutlich auf der Rechnung, oft als „Verbrauch“, „Jahresverbrauch“ oder „abgerechnete Menge“. Er wird in Kilowattstunden angegeben. Für einen Vergleich ist dieser Wert sehr wichtig, weil Tarife je nach Verbrauch unterschiedlich gut passen.
Als grobe Orientierung gilt: Ein Single-Haushalt verbraucht oft deutlich weniger als eine Familie mit mehreren Personen. Trotzdem sollte man nicht schätzen, wenn eine alte Rechnung vorhanden ist. Der echte Verbrauch ist immer besser.
Zählerstand und Zählernummer
Die Zählernummer identifiziert Ihren Stromzähler eindeutig. Der Zählerstand zeigt, wie viel Strom bis zu einem bestimmten Zeitpunkt gemessen wurde. Auf der Rechnung werden Anfangs- und Endzählerstand verwendet, um den Verbrauch zu berechnen.
Wenn ein Zählerstand geschätzt wurde, sollte man genauer hinsehen. Eine falsche Schätzung kann zu zu hohen Abschlägen oder unerwarteten Nachzahlungen führen. Deshalb lohnt es sich, den Zählerstand regelmäßig selbst abzulesen.
Woran erkenne ich eine zu teure Stromrechnung?
Eine Rechnung ist nicht automatisch zu teuer, nur weil der monatliche Abschlag hoch ist. Entscheidend ist, ob Arbeitspreis und Grundpreis im Vergleich zu aktuellen Tarifen noch fair sind. Besonders kritisch wird es, wenn Sie lange nicht gewechselt haben oder noch in der Grundversorgung sind.
- Der Arbeitspreis liegt deutlich über aktuellen Alternativtarifen.
- Der Grundpreis ist ungewöhnlich hoch.
- Sie haben eine Preiserhöhung erhalten.
- Sie sind automatisch in der Grundversorgung gelandet.
- Ihr Verbrauch hat sich verändert, der Tarif aber nicht.
So prüfen Sie Ihre Stromrechnung in 5 Minuten
- Aktuelle Stromrechnung öffnen oder fotografieren.
- Jahresverbrauch in kWh suchen.
- Arbeitspreis und Grundpreis notieren.
- Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist prüfen.
- Mit aktuellen Tarifen vergleichen oder kostenlos prüfen lassen.
Senden Sie einfach ein Foto Ihrer Rechnung per WhatsApp. Wir lesen die wichtigsten Daten heraus und prüfen, ob ein Wechsel sinnvoll ist.
Häufige Fragen zur Stromrechnung
Warum ist mein Abschlag gestiegen?
Der Abschlag steigt meist wegen höherem Verbrauch, höheren Preisen oder einer Nachzahlung aus dem Vorjahr. Manchmal basiert er auch auf einer Schätzung.
Ist ein hoher Abschlag automatisch schlecht?
Nicht unbedingt. Wichtig ist, ob der Abschlag zum echten Jahresverbrauch und zum Tarif passt. Ein hoher Abschlag kann korrekt sein, aber auch auf einen teuren Tarif hinweisen.
Was brauche ich für einen Stromvergleich?
Postleitzahl, Jahresverbrauch in kWh und idealerweise die letzte Stromrechnung. Damit lässt sich ein passender Tarif deutlich genauer finden.
Kann ich trotz laufendem Vertrag wechseln?
Das hängt von Laufzeit und Kündigungsfrist ab. Bei einer Preiserhöhung kann oft ein Sonderkündigungsrecht bestehen.
Stromrechnung kostenlos prüfen lassen
Schicken Sie uns Ihre letzte Stromrechnung per WhatsApp. Wir prüfen, ob Arbeitspreis, Grundpreis und Abschlag noch fair sind.
